Am Freitag besuchte der Zentralvorstand der Schweizerischen Freien Keglervereinigung (SFKV) die Schweizermeisterschaft 2026 im Kegelzentrum Rössli in Heimberg. Der traditionelle Besuch bietet dem Zentralvorstand Gelegenheit, sich vor Ort über den Verlauf der Meisterschaft zu informieren und einen Eindruck von den Wettkämpfen und dem Umfeld zu gewinnen.
Der bisherige Verlauf darf als erfreulich bezeichnet werden. Trotz verschiedener Herausforderungen konnte die Meisterschaft planmässig gestartet und durchgeführt werden. Einen wesentlichen Anteil daran hat das Organisationskomitee, das gemeinsam mit zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern immer wieder Lösungen finden musste.
Improvisation war gefragt
Bereits vor Beginn der Meisterschaft sorgte der Ausfall der Lichtschranke auf Bahn 1 für zusätzliche Arbeit. Dank improvisierter Handarbeit konnte das Problem jedoch überbrückt werden.
Noch wesentlich grösser war die Herausforderung nach der Explosion in der Kühlanlage des Rössli kurz vor Beginn der Meisterschaft. Die Anlage fiel vollständig aus und auch die Hauptverteilung wurde erheblich beschädigt. Dank dem raschen und grossen Einsatz von Elektrikern, Reinigungskräften, Helferinnen und Helfern sowie den Verantwortlichen vor Ort konnte der Betrieb rechtzeitig wiederhergestellt werden.
Die Meisterschaft konnte wie geplant beginnen – ein Erfolg, der vor allem dem grossen Einsatz aller Beteiligten zu verdanken ist.
Trudy Leupp ist die 500. Teilnehmerin
Am Samstag konnte dann bereits ein besonderer Meilenstein gefeiert werden: Trudy Leupp vom KK Siesta absolvierte als 500. Teilnehmerin ihren Wettkampf.
OK-Präsident Ueli Stucki und Zentralpräsident Jaime Iglesias liessen es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Trudy erhielt ein Geschenk und gemeinsam wurden einige Erinnerungsfotos gemacht.
Dass ausgerechnet eine Keglerin des KK Siesta die magische Marke von 500 erreichte, machte die Geschichte noch etwas spezieller.
Denn Trudy Leupp und Jaime Iglesias gehören demselben Klub an.
Und Jaime Iglesias?
Er war die Nummer 501.
Der Zentralpräsident war am Freitag also rechtzeitig in Heimberg eingetroffen, um sich über die Meisterschaft zu informieren. Am Samstag hätte es beinahe noch zum persönlichen Jubiläum gereicht – doch für die 500 reichte es nicht ganz. Er kam genau einen Start zu spät.
Für den KK Siesta war dies natürlich trotzdem ein besonderer Moment. Eigentlich hätte der Klubname an diesem Tag fast besser KK Fiesta gelautet.
Die 700 sind das nächste Ziel
Die Schweizermeisterschaft ist damit allerdings noch lange nicht abgeschlossen. Die Wettkämpfe laufen noch bis zum 26. September 2026.
Das OK darf deshalb bereits auf den nächsten Meilenstein hoffen: Die Marke von 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll bis zum Ende der Meisterschaft möglichst noch erreicht werden.
Danach geht es mit einem weiteren Höhepunkt weiter. Am 4. Oktober 2026 findet der Finaltag statt. Die besten Damen und die besten Herren der Kategorie A treten dabei über 100 Würfe zum grossen Finale an. Erst nach Qualifikation und Final steht fest, wer sich Schweizermeisterin beziehungsweise Schweizermeister 2026 nennen darf.
Der krönende Abschluss im November
Ganz zu Ende ist die Schweizermeisterschaft aber auch danach noch nicht. Der krönende Abschluss folgt am 14. November 2026 mit dem traditionellen Absenden.
In der Burgseelihalle in Ringgenberg werden an diesem Anlass die erfolgreichen Keglerinnen und Kegler geehrt und die Preise überreicht. Damit findet eine Meisterschaft ihren Abschluss, die bereits vor ihrem Ende gezeigt hat, was eine erfolgreiche Durchführung ausmacht: viel Engagement, Improvisationsvermögen, zahlreiche helfende Hände – und natürlich möglichst viele begeisterte Keglerinnen und Kegler.
Die Marke 500 ist erreicht. Jetzt bleibt die spannende Frage:
Schafft Heimberg bis zum 26. September auch noch die 700?